Vorsorgevollmacht, Betreuungsvollmacht und Patientenverfügung

Was ist eine Betreuungsverfügung?

 

Nicht jeder verfügt über eine Person des Vertrauens, die er mit einer Vorsorge- vollmacht ausstatten kann. Aber auch dann stehen Sie im Notfall nicht allein da. Haben Sie keine geeignete Vertrauensperson, stellt Ihnen das Gericht einen (rechtlichen) Betreuer an die Seite. Mit einer Betreuungsverfügung können Sie Einfluss nehmen auf die Auswahl Ihres Betreuers. Aber auch wer schon eine Vorsorgevollmacht hat, sollte zusätzlich noch eine Betreuungsverfügung verfassen. Auch wenn die vorgenannte Vorsorgevollmacht vorliegt, kann es ausnahmsweise passieren, dass das Betreuungsgericht für einzelne Lebensbereiche eine Betreuung einrichtet. 

 

Sie können verbindlich festlegen, wer Ihr Betreuer werden soll, falls Sie nicht mehr selbst entscheiden können. Wenn Sie keine Vorsorgevollmacht haben, wird das Betreuungsgericht aktiv. Es stellt Ihnen zwecks Erledigung Ihrer rechtlichen Angelegenheiten einen Betreuer an die Seite. Bei der Auswahl der Person ist das Gericht grundsätzlich an Ihre Anweisung in der Betreuungsverfügung gebunden.

 

"Schaffen Sie Sicherheit für sich und Ihre Angehörigen"


Was ist eine Patientenverfügung?

 

Eine Patientenverfügung ist eine verbindliche Anweisung für behandelnde Ärzte, Pflegepersonal, Bevollmächtigte und Betreuer, in der Sie bestimmen, welche medizinischen Behandlungen Sie wünschen bzw. nicht wünschen, wenn Sie selbst nicht mehr in der Lage sind zu entscheiden. Über eine eindeutige Patientenverfügung darf sich niemand hinwegsetzen. Andernfalls macht er sich wegen Körperverletzung strafbar. Eine Patienten- verfügung ist eine nicht notwendige, aber immer sinnvolle Ergänzung der Vorsorgevollmacht.  

 

Eine Patientenverfügung ist nicht zwingend erforderlich, aber nicht nur für ältere und schwer kranke Menschen empfehlenswert. Für Bevollmächtigte und Betreuer ist sie sehr hilfreich, weil sie andernfalls ermitteln müssen, welche Behandlungen Sie wünschen würden, wenn Sie noch in der Lage wären zu entscheiden. Es kommt in diesem Fall auf Ihren mutmaßlichen Willen an. 

 

Bei minderjährigen Kindern an eine Sorgerechtsverfügung denken!

 

Wenn Sie minderjährigen Kindern haben, sollten Sie auf jeden Fall eine Sorgerechtsverfügung verfassen. So können Sie im Falle Ihres Todes festlegen, wer das Sorgerecht für Ihre Kinder bis zu deren Volljährigkeit ausüben soll. Insbesondere für Patchworkfamilien und Alleinerziehende ist es ratsam, eine Vertrauensperson als Vormund zu benennen.  

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